Bericht des Oberbürgermeisters zur 19. Stadtratssitzung am 10.09.2026
Die Sommerpause ist beendet, alle sind hoffentlich gut erholt und bereit mit mir gemeinsam die eingeschlagenen Wege weiter zu verfolgen, gegebenenfalls zu überdenken und wenn notwendig, auch neue zu erschließen.
Am vergangenen Wochenende wurde in unserer Sangerhäuser Innenstadt das 30. Kobermännchenfest gefeiert.
Traditionell gehörte auch der große Rundgang durch die Innenstadt zum Programm. Gemeinsam mit dem Kobermännchen, Rosenkönigin Meike I. und Rosenprinzessin Amy Melina I. konnten wir dabei
zahlreiche Stationen besuchen und mit vielen Beteiligten und Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen.
Besonders gefreut hat mich, dass neben dem Gewerbeverein und den Sponsoren auch zahlreiche Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister am Rundgang teilgenommen haben.
Denn eines wurde dabei einmal mehr deutlich: Sangerhausen sind Ortsteile in Gemeinschaft.
Ein besonderer Bestandteil des Festes war zudem die „Straße der Vereine“. Viele Vereine präsentierten dort ihre Arbeit und machten deutlich, wie vielfältig und wertvoll das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt ist.
Auch der Gewerbeverein als Veranstalter zeigte sich mit dem Verlauf des Jubiläumsfestes sehr zufrieden. Die zahlreichen Attraktionen und Programmpunkte sorgten für ein abwechslungsreiches Angebot für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen. Dazu spielte auch das Wetter überwiegend mit und trug gemeinsam mit der tollen Stimmung in der Innenstadt zu einem gelungenen Festwochenende bei.
Gleichzeitig bot das Kobermännchenfest eine gute Gelegenheit, einmal mehr auf die Bedeutung einer lebendigen Innenstadt für Sangerhausen hinzuweisen und dafür zu werben, die lokalen Geschäfte und Angebote bewusst zu unterstützen.
Das Jubiläumsfest hat einmal mehr gezeigt, wie viel gemeinsames Engagement, Zusammenhalt und ehrenamtlicher Einsatz in unserer Stadt vorhanden sind und welchen wertvollen Beitrag sie zu einem attraktiven und lebenswerten Sangerhausen leisten.
Und auch wenn ich zumeist nach vorn schaue, liegt es mir nochmals nahe, die mit dem eingeläuteten Herbst beendete Freibadsaison kurz auszuwerten.
Nach erster Einschätzung der Betreibervereine unserer städtischen Freibäder in den Ortsteilen Grillenberg, Wippra und Wolfsberg blicken wir auf eine erfolgreiche Badesaison zurück.
In Grillenberg wurden über 7.000 Besucherinnen und Besucher in der diesjährigen Badesaison gezählt. Insgesamt verlief die Saison ähnlich wie die vergangene und kann grundsätzlich als zufriedenstellend bewertet werden. Leider war der Sommer nicht durchgehend von sommerlichem Wetter geprägt, sodass die Besucherzahlen teilweise hinter den Erwartungen zurückblieben.
Ein besonders guter Tag war der 27. Juli, an dem das Bad vollständig ausgelastet war.
An dieser Stelle möchte ich vorgezogen den Dank der Badbetreiber an alle Mitwirkenden zur Realisierung der Umleitungsstrecke mit Bypass weitergeben, der als bedeutender Grund für die Sicherstellung der Besucherzahlen ausgemacht und honoriert wurde.
Auch im Freibad Wippra konnte die diesjährige Badesaison des als erfolgreich bewertet werden. Sie war in etwa mit der vergangenen Saison vergleichbar.
Auch in Wippra gilt grundsätzlich: „Mehr geht immer.“ Dennoch besteht kein Grund zur Unzufriedenheit, sodass insgesamt auf eine zufriedenstellende Badesaison zurückgeblickt werden kann.
Das Freibad Wolfsberg wurde aufgrund niedriger Wassertemperaturen und ungünstiger Wetterverhältnisse bereits am 26.08.2026 geschlossen.
In der diesjährigen Saison konnte das Bad rund 3.500 zahlende Gäste verbuchen. Die Badesaison ist zufriedenstellend verlaufen. Positiv hervorzuheben ist, dass in dieser Saison sehr viele junge Familien und somit sehr viele Kinder das Freibad besuchten, zu einem großen Teil auch aus umliegenden Orten.
Eine finale Auswertung mit Blick auf die Finanzen ist vertraglich zu Beginn des Folgejahres vereinbart. Darüber wird zeitnah entsprechend informiert.
Meine folgenden Ausführungen beziehen sich nochmals auf ein zuvor erwähntes und wahrscheinlich von einem Großteil von Ihnen selbst genutztes Projekt – unserer Umfahrung anlässlich der Gonna-Brückensanierung an der Kupferhütte und im Speziellen, die Erweiterung um den Bypass.
Für eine Summe von rund 45.000 Euro zuzüglich rund 4.000 Euro für die Verkehrssicherung, hat die Stadt im späten Juli bis Anfang August die Bypasslösung zur Fahrradstraße errichtet, um vor allem für die nördlich gelegenen Ortschaften den Weg in die Stadt zu erleichtern.
Denn noch ist die Baustelle der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) nicht abgeschlossen.
Planmäßig wird dies wohl erst Ende November dieses Jahres der Fall sein. Das Bauende der Fahrradstraße lag noch knapp im Baufeld der LSBB, weshalb dieser Bypass jetzt erforderlich war, um eine längere Vollsperrung abzuwenden.
Momentan wird diese Lösung auch vom Schülerverkehr gut angenommen, eine Dreiseitenampel steuert die einzelnen Zufahrten. Eine seitens der LSBB immer kommunizierte notwendige Vollsperrung zur Schließung der Straßendecke und zur Ertüchtigung des Durchlasses Richtung Christberg, ist noch nicht angekündigt.
Sollte der Stadt hierzu im weiteren Verlauf neue Erkenntnisse vorliegen, werden diese selbstverständlich auf kurzem Wege kommuniziert.
Am 11.08.2026 wurde schriftlich ein Bürgerbegehren bei der Stadtverwaltung Sangerhausen mit dem Inhalt „Verzicht auf die Bereitstellung gemeindlicher Flächen für die Ansiedlung von Rüstungsindustrie in Sangerhausen“ angezeigt.
Infolgedessen war die Verwaltung gesetzlich verpflichtet, eine Kostenschätzung für die Umsetzung der begehrten Sachentscheidung einschließlich der Folgekosten zu ermitteln und mitzuteilen.
Da die Kommune zudem in den Grenzen ihrer Verwaltungskraft bei der Einleitung eines Bürgerbegehrens behilflich zu sein hat und Auskünfte zur Sach- und Rechtslage erteilen muss, wurde mit den in der Anzeige benannten Vertrauenspersonen ein Beratungstermin am 27.08.2026 im Neuen Rathaus durchgeführt und die Kostenschätzung schriftlich übergeben.
Bei der Kostenschätzung hat sich die Verwaltung bewusst dazu entschieden, nur die Kosten für die Durchführung eines Bürgerbegehrens bis zu einem Bürgerentscheid zu beziffern.
Folgekosten, die dadurch mangels Umsetzung des geltenden Stadtratsbeschlusses der Stadt entstehen würden, wurden aufgrund des Anscheins einer erdrückenden Wirkung hierbei nicht berücksichtigt.
Denn Folgekosten bzw. die dadurch eintretenden Auswirkungen, könnten für etwaige Änderungen im Bebauungsplan, höhere Erschließungskosten oder aber keine bzw. geringere Verkaufserlöse, schnell einen unteren zweistelligen Millionenbetrag ergeben.
Die Verständnisfragen der Vertrauenspersonen konnten weitestgehend beantwortet werden. Nunmehr war es an ihnen, in eigenverantwortlicher Entscheidung das Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen und die dafür notwendigen Unterschriften fristwahrend bei der Stadtverwaltung einzureichen.
Ich weise jedoch auch darauf hin, dass ich bis zur Feststellung der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens und der Durchführung des Bürgerentscheides an der Umsetzung des Stadtratsbeschlusses gebunden bin.
Daher bin ich natürlich Willens und in der Pflicht, den mehrheitlich gebildeten demokratischen Willen umzusetzen.
Ich möchte Ihnen heute einen rückblickenden sowie vorausschauenden Auszug über Investitionen/Beschaffungen für unsere 13 Ortsfeuerwehren geben.
Die Länge des folgenden Berichtes erfüllt mich mit Stolz zum Erreichten und die Arbeit der Verwaltung.
Und auch nicht oft genug kann ich meinen herzlichen Dank an alle Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren ausdrücken, die 24 Stunden am Tag, an 7 Tagen die Woche und an 365 Tagen im Jahr zum Schutz unserer Einwohner ehrenamtlich die Pflichtaufgabe der Stadt Sangerhausen erledigen und dabei regelmäßig ihr Privatleben an zweite Stelle stellen.
Dieser Dank gebührt ebenso deren Angehörigen und auch Arbeitgebern, welche notwendige Freistellungen ermöglichen.
Im Frühjahr dieses Jahres konnten die langersehnten Mannschaftstransportfahrzeuge an die Feuerwehren an den Standorten Breitenbach, Gonna, Lengefeld, Oberröblingen und Riestedt übergeben werden.
Mit diesen 5 Fahrzeugen findet die Arbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen die notwendige Unterstützung. Die MTW wurden für einen Zeitraum von 5 Jahren geleast, was einer Gesamtinvestitionssumme innerhalb der 60 Monate von 1.138.873,00 Euro entspricht. Damit verfügen unsere Feuerwehren mit den bereits in Bestand befindlichen MTW nun über 7 solcher Fahrzeuge.
Im Juni konnte zudem ein Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser im Rahmen der zentralen Beschaffung des Landes Sachsen-Anhalt für die Ortsfeuerwehr Horla/Rotha am Standort Horla in den Einsatzdienst gestellt werden.
Dieses moderne Allrad-Fahrzeug ersetzt ein TSF-W vom Baujahr 1996 und verfügt über modernste Ausrüstung, wie zum Beispiel Wärmebildkamera, Mehrgasmessgerät und einen mobilen Rauchschutzvorhang, um nur einiges zu nennen. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 267.634,49 Euro, welche das Land Sachsen-Anhalt mit 150.000,00 Euro fördert.
Mit dem Gerätewagen Logistik 2 und dem mobilen Hochwasserschutz konnten im Monat August weitere wichtige Einsatzmittel zur Verfügung gestellt werden, die bei Bedarf von allen Ortsfeuerwehren genutzt werden können.
Die Beschaffung des GW-L2 erfolgte ebenfalls im Rahmen der zentralen Beschaffung durch das Land Sachsen-Anhalt. Das allradgetriebene Logistikfahrzeug dient insbesondere dem Transport von Zusatzausrüstung, die nicht auf den regulären Löschfahrzeugen mitgeführt werden kann.
Damit können unter anderem das mobile Hochwasserschutzsystem und Sandsäcke transportiert werden.
Das Fahrzeug bietet Platz für eine Staffel mit sechs Einsatzkräften und verfügt über eine für seine Aufgabe angepasste feuerwehrtechnische Grundbeladung.
Mit der Auslieferung steht der Stadt Sangerhausen außerdem ein Modul „Ölwehr Land“ mit insgesamt neun Rollcontainern zur Verfügung.
Darauf befinden sich unter anderem verschiedene Ölbindemittel und Absperrmaterialien.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 341.667,27 Euro, mit einer Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt mit 115.000 Euro.
Im Frühjahr 2027 soll die Ausstattung des GW-L2 um ein weiteres Modul zur Vegetationsbrandbekämpfung ergänzt werden.
Die Beschaffung im Rahmen des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 94.241,36 Euro, wird durch das Land mit dem Festbetrag von 80.000 Euro gefördert.
Das mobile Hochwasserschutzsystem verfügt über eine Gesamtlänge von 280 Metern und eine Schutzhöhe von 90 Zentimetern.
Das flexibel einsetzbare System besteht aus Gitterplattenelementen, einer anpassungsfähigen Membran und Stützdrähten und kann innerhalb kurzer Zeit aufgebaut werden.
Dadurch lässt es sich an unterschiedliche örtliche Gegebenheiten und Einsatzsituationen anpassen.
Die Gesamtkosten für das Hochwasserschutzsystem betragen 99.989,27 Euro. Der Eigenanteil der Stadt Sangerhausen in Höhe von 10.000 Euro konnte aus Mitteln der Hochwasserspende des Landkreises Mansfeld-Südharz finanziert werden.
Die darüber hinaus gehenden Kosten werden durch eine Förderung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Förderprogramms „Sachsen-Anhalt KLIMA III“ unterstützt.
Weiterhin wird noch in diesem Jahr die Beschaffung von moderner funktionaler Einsatzbekleidung fortgesetzt, der entsprechende Auftrag mit einem Volumen von 82.627,65 Euro wurde ausgelöst.
In 2028 steht die Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug Wippra an.
Nach anfänglich Diskussionen über Bereifung, Tankvolumen sowie der Geländeeigenschaften, die Ihnen vielleicht noch aus der Klausurberatung in Erinnerung ist, kann ich Ihnen mitteilen, dass im August dieses Jahres die Bestellung eines allradgetriebenen Tanklöschfahrzeuges, TLF 4000, mit erforderlicher Singlebereifung im Rahmen der zentralen Beschaffung des Landes Sachsen-Anhalt, einvernehmlich der Feuerwehr, unterzeichnet werden konnte.
Das Fahrzeug wird den Anforderungen für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung gerecht, besitzt eine sehr hohe Geländefähigkeit, verfügt unteranderem über eine Löschwassertank mit 6.000 Liter Wasser,
Eigenschutzdüsen und eine Dachluke, damit während der Fahrt über ein handgeführtes Strahlrohr Wasser abgeben werden kann.
Die Gesamtkosten von 514.287,06 Euro fördert das Land mit 175.000,00 Euro.
Auch in 2029 wird weiterhin in die Modernisierung der Einsatzfahrzeuge investiert.
So konnte im letzten Monat ein Zuwendungsbescheid für ein Löschgruppenfahrzeug 20 Katschutz für die Ortsfeuerwehr Gonna unterzeichnet werden.
Dieses Fahrzeug wird über eine Beladung zur Brandbekämpfung, einfachen technischen Hilfeleistung und Vegetationsbrandbekämpfung verfügen und zusätzlich mit einer Schlauchverlegeeinrichtung ausgestattet sein.
Damit kann das vorherige Löschfahrzeug und der noch aus DDR-Zeiten vorhandene Schlauchtransportanhänger ersetzt werden.
Auch diese Anschaffungskosten von ca. 600.000 € werden mit einer Förderung in Höhe von 200.000 Euro unterstützt.
Für die ebenfalls in 2029 zu ersetzenden Tragkraftspritzenfahrzeuge-Wasser (TSF-W) für die Ortsfeuerwehren Riestedt und Wolfsberg sind Fördermittelanträge gestellt, die Entscheidungen über diese sind noch ausstehend.
Weiter geht es im Förderkontext, folgend mit Ausführungen zu bewilligten Mitteln des Sondervermögens aus dem Landesarm für Bildung.
Es ist die akustische Sanierung der Turnhalle sowie ausgewählter Räume der Grundschule Am Rosarium vorgesehen. Ziel der Maßnahme ist die Verbesserung der Raumakustik und Sprachverständlichkeit sowie die Reduzierung der Lärmbelastung für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Nutzer der Turnhalle und Horträume.
Aufgrund der derzeitigen baulichen Gegebenheiten bestehen in verschiedenen Unterrichts-, Aufenthalts- und Sportbereichen ungünstige akustische Verhältnisse mit erhöhten Nachhallzeiten und einer damit verbundenen hohen Geräuschbelastung. Dies beeinträchtigt insbesondere die Sprachverständlichkeit, die Konzentrationsfähigkeit sowie die allgemeinen Lern- und Nutzungsbedingungen.
Im Zuge der Maßnahme sollen die betroffenen Räume entsprechend ihrer Nutzung für insgesamt 100.000 Euro in 2027 raumakustisch ertüchtigt werden.
Vorgesehen sind insbesondere schallabsorbierende Maßnahmen an Decken- und Wandflächen.
Aus dem gleichen Programm wird in einer grundlegenden Sanierungsmaßnahme die Turnhalle der Grundschule Goethe in einem 1. Bauabschnitt modernisiert. Die zentral gelegene Sporthalle stellt einen wichtigen Bestandteil der schulischen Infrastruktur sowie des Vereins- und Breitensports der Stadt dar. Sie wird sowohl durch die Grundschule und den Hortbetrieb mit über 200 Schülerinnen und Schülern als auch in den Nachmittags- und Abendstunden durch den Vereinssport intensiv genutzt.
Aufgrund des Alters des Gebäudes von über 100 Jahren sowie der langjährigen intensiven Nutzung bestehen erhebliche Gebrauchs-, Verschleiß- und Alterungsschäden im Innen- und Außenbereich.
Die vorhandenen baulichen und technischen Bedingungen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen sicheren, funktionalen und wirtschaftlichen Sportbetrieb.
Ziel der Maßnahme ist die nachhaltige bauliche und energetische Ertüchtigung der Turnhalle sowie die Schaffung zeitgemäßer Nutzungsbedingungen für Schul- und Vereinssport.
Vorgesehen im 1. Bauabschnitt für insgesamt 300.000 Euro sind insbesondere die Sanierung der Gebäudehülle mit Klinkerfassade und Natursteinsockel, die Erneuerung und der Austausch der Fenster im energetischen Bezug sowie die Beseitigung baulicher Mängel und Schäden durch Feuchtigkeit, also eine Trockenlegung.
Positiver Nebeneffekt durch die geplante Sanierung, ist zudem die Senkung zukünftiger Betriebskosten.
Die Stadt Sangerhausen beginnt mit den Bauarbeiten der Sanierung und Erweiterung der Turnhalle Grundschule Südwest.
In dieser Woche wurden hierzu Vermessungsarbeiten zur Einmessung der Baugrube ausgeführt, das Bauschild aufgestellt und erste Proben vom Erdreich im Bereich des zukünftigen Anbaus entnommen.
Im Anschluss werden die bereits beauftragten Erdarbeiten ausgeführt, eine Baustelleneinrichtung aufgestellt und die ersten Rohbauarbeiten aufgenommen.
Für die Maßnahme stehen der Stadt Sangerhausen rund 3,2 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Bewilligung von Bundesfördermitteln in Höhe von rund 82 % liegt vor.
Ein Abschluss der Maßnahme bis zum 31.12.2027 wird angestrebt. Über den weiteren Ablauf im Projekt informiere ich weiterhin.
Die bundesweite Gesetzgebung für die Wärmeplanung und Dekarbonisierung der Wärmenetze verpflichtet alle Bundesländer und heruntergebrochen die Kommunen und damit die Stadt Sangerhausen dazu,
flächendeckend Wärmepläne sicherzustellen. Die Stadt Sangerhausen hat die kommunale Wärmeplanung inzwischen einen Schritt vorangebracht.
Die durch Beschluss des Hauptausschusses am 17.09.2025 beauftragte BBH Consulting AG hat den Wärmeplan der Stadt Sangerhausen fertiggestellt und zeigt damit auf, wie die Wärmeversorgung in Sangerhausen langfristig, wirtschaftlich und klimafreundlich sichergestellt und weiterentwickelt werden könnte.
Der erarbeitete Entwurf wurde ab dem 28. Juli 2026 für 30 Tage öffentlich ausgelegt. Damit hatten Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und weitere Betroffene die Möglichkeit, sich über die Inhalte zu informieren und Stellungnahmen abzugeben. Die öffentliche Auslegung ist inzwischen abgeschlossen. Stellungnahmen sind nicht eingegangen. Damit liegt der Wärmeplan nun in seiner finalen Fassung vor.
Nach Klärung der weiteren notwendigen Schritte zur Sicherung der Fördermittel, wird die finale Wärmeplanung nunmehr bekannt gemacht.
Wie in jeder Ratssitzung möchte ich abschließend auch heute über die aktuelle Entwicklung der Liquidität der Stadt Sangerhausen berichten.
Mit Kontoauszug vom 07.09.2026 war festzustellen, dass ein Liquiditätskredit zurzeit nicht in Anspruch genommen wird.
Das Konto weist einen positiven Saldo von 365.000 € aus.
Darüber hinaus sind aktuell auf einem Tagegeldkonto 1,87 Millionen Euro hinterlegt, welches jederzeit zur Verfügung steht.
Diese Entwicklung ist dem Umstand geschuldet, dass der Landkreis Mansfeld-Südharz auf Grund des durch das Verwaltungsgericht Halle ergangenen Urteils vom 11.05.2026, die Kreisumlage für 2017 zurücküberwiesen hat.
Mit Datum vom 07.08.2026 wurden dem städtischen Konto 9,1 Millionen Euro überwiesen, verbunden mit dem Hinweis, dass der Landkreis Mansfeld-Südharz zeitnah eine erneute Heilungssatzung erlassen wird. Somit wird in absehbarer Zeit gegebenenfalls erneut ein Festsetzungsbescheid für die Kreisumlage 2017 zu erwarten sein.
Die weitere Entwicklung diesbezüglich bleibt abzuwarten, zumal mit dem Landkreis Mansfeld-Südharz auch Vergleichsverhandlungen laufen.
Im Zuge der Fortschreibung der Liquiditätsplanung wird zum Ende des Monats September 2026 eine Inanspruchnahme des Liquiditätskredites in Höhe von circa 3,6 Millionen Euro prognostiziert.
Auf Grund Verfügung der Kommunalaufsicht wurde der Stadt Sangerhausen temporär bis 30.11.2026 ein Liquiditätskreditrahmen von 14,1 Mio. € eingeräumt.
Ich werde Ihnen weiterführend die neuesten Entwicklungen zur Kenntnis geben, regelmäßig geschieht dies im Finanzausschuss.
Mein Ausblick auf die Besuche in den Ortschaften und die anstehenden Bürgersprechstunden runden meinen Bericht erwartungsgemäß ab:
Sie finden mich
am 14.09.26 in Wettelrode für den Bereich Leinetal,
am 22.09.26 in Gonna für den Bereich Gonnatal,
am 01.10.26 in Lengefeld nochmals für den Bereich Leinetal,
am 07.10.26 in Horla für den Bereich Harzpforte und
am 12.10.26 in Großleinungen erneut für den Bereich Leinetal.
- Erstellt am .
- Geändert am .
