Bericht des Oberbürgermeisters zur 20. Stadtratssitzung am 05.11.2026
Vor wenigen Tagen waren wir gemeinsam in Halberstadt zu unserer Klausurtagung. Zwei Tage, die sich gelohnt haben – nicht nur wegen der intensiven Beratungen, sondern vor allem wegen der guten und konstruktiven Atmosphäre, in der sie stattgefunden haben.
Eine Klausurtagung bietet uns die Gelegenheit, einmal aus dem gewohnten Sitzungsrhythmus herauszutreten. Nicht jeder Punkt muss sofort beschlussreif sein, nicht jede Diskussion muss auf die Uhr schauen. Gerade in einer solchen, auch abendlichen Atmosphäre entsteht häufig ein offenerer, fraktionsübergreifender Austausch.
Und genau das haben wir in Halberstadt erlebt: ein Miteinander, in dem unterschiedliche Sichtweisen gehört, ernst genommen und gemeinsam weitergedacht wurden.
Dafür möchte ich Ihnen allen an dieser Stelle ausdrücklich danken. Diese Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer – und ich schätze sie sehr.
Inhaltlich haben wir uns mit einer Vielzahl von Themen beschäftigt, die unsere Stadt und ihre Ortschaften unmittelbar betreffen.
Dazu gehörten die Bewirtschaftung der Straßenbeleuchtung in den Ortschaften, der Vergleich zur Kreisumlage 2017 bis 2020, das Entwicklungskonzept für das Feuerwehrgerätehaus Sangerhausen, das Start-Chancen-Programm der Grundschule Süd-West, die Friedhofsgebührensatzung, der Stand der Digitalisierung mit einem Ausblick auf die weiteren Schritte sowie das Radwegekonzept einschließlich des Kupferspurenradweges.
Ein besonderer Schwerpunkt lag selbstverständlich auf der Vorbereitung des Haushaltes 2027.
Wir haben den Ergebnis- und Vermögenshaushalt betrachtet, den Einsatz des Sondervermögens erörtert und die Personalplanung in den Blick genommen.
Diese Themen sind anspruchsvoll, weil sie nicht nur Zahlen, sondern auch Prioritäten, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt berühren. Umso wichtiger war der offene Dialog, den wir geführt haben.
Die Ergebnisse der Klausurtagung sind für mich richtungsweisend. Sie zeigen, dass wir die anstehenden Themenumsetzungen gut vorbereitet angehen können.
Und sie zeigen vor allem: Viele der erörterten Fragen münden nun in konkrete Beschlussfassungen.
Heute steht mit der Entscheidung zum Vergleich der Kreisumlagen 2017 bis 2020 eine wichtige Weichenstellung an.
Sie betrifft unmittelbar die finanziellen Rahmenbedingungen unserer Stadt. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Entscheidung auf der Grundlage der in Halberstadt geführten Diskussionen sorgfältig und verantwortungsvoll treffen werden.
Und mit Blick auf unsere Dezember-Sitzung steht bereits der nächste große Schritt bevor: der Haushaltsbeschluss für das Haushaltsjahr 2027.
Die Klausurtagung hat hierfür wichtige Grundlagen geschaffen. Sie hat geholfen, Prioritäten zu schärfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und die notwendigen Entscheidungen gemeinsam vorzubereiten.
Meine Damen und Herren, gute Kommunalpolitik entsteht nicht allein am Rednerpult. Sie entsteht im Gespräch, im Abwägen, manchmal auch in kontroversen Diskussionen – aber stets im gemeinsamen Willen, das Beste für Sangerhausen und seine Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.
Dafür stehe ich Ihnen auch weiterhin zur Verfügung.
Am Sonntag, den 15. November 2026, begehen wir den diesjährigen Volkstrauertag.
Aus diesem Anlass werden ich und der Landrat des Landkreises Mansfeld-Südharz, André Schröder, um 11:00 Uhr auf dem Sangerhäuser Friedhof gemeinsam einen Kranz niederlegen, um der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken.
Sie, liebe Stadträte sowie alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, am Gedenktag teilzunehmen.
Darüber hinaus wird die Freiwillige Feuerwehr Sangerhausen am Feuerwehrdenkmal der im Dienst verunglückten Kameraden gedenken und damit die Erinnerung an diejenigen wachhalten, die bei der Ausübung ihres Dienstes ihr Leben verloren haben. Ich sehe daher gern einer zahlreichen Teilnahme Ihrerseits entgegen.
Saubere Straßen und geräumte Gehwege tragen wesentlich zur Lebensqualität und Sicherheit in unserer Stadt bei. Dafür arbeiten die Stadt Sangerhausen und die Grundstückseigentümer gemeinsam für ein Ziel - saubere Straßen, sichere Gehwege und klare Regeln, damit alle wissen, worauf sie achten müssen.
Dabei übernimmt der städtische Bauhof in Sachen Winterdienst auf den Straßen eine umfängliche Rolle.
Für die Reinigung und den Winterdienst auf den Gehwegen sind grundsätzlich die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke verantwortlich.
Welche Pflichten im Einzelnen gelten, ist in der Straßenreinigungssatzung der Stadt Sangerhausen geregelt.
Die Satzung wurde aktuell überarbeitet, um sie an rechtliche, technische und organisatorische Anforderungen anzupassen und wird Ihnen in der heutigen Sitzung
auch zur Änderungsentscheidung vorgelegt. Viele Änderungen betreffen redaktionelle Anpassungen und sollen damit für mehr Klarheit sorgen.
Die wohl wichtigste Anpassung betrifft Straßen, die nur auf einer Seite über einen Gehweg verfügen. Die bisherige Regelung zur Reinigung und zum Winterdienst hat in der Praxis immer wieder zu Unklarheiten und Streitigkeiten zwischen den Anliegern geführt und sollen künftig eindeutiger geregelt werden.
Auch das Straßenreinigungsverzeichnis wurde umfassend aktualisiert und berücksichtigt neue Baugebiete und veränderte örtliche Gegebenheiten.
Die neue Straßenreinigungssatzung soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Mit der heutigen Beschlussfassung kann dann, der insbesondere in den Ortschaften dringlich erwartete Flyer für die Bürger in die Verteilung gehen.
Auch in Sangerhausen soll dieser einfach verständlich die Pflichten der Anlieger erläutern und somit die Verbesserung der Sauberkeit in Sangerhausen unterstützen.
Die Vorbereitungen für die Wintersaison 2026/2027 sind durch den Fachdienst Bauhof weitgehend abgeschlossen. Die Salzsilos in Sangerhausen sind derzeit mit rund 160 Tonnen Streusalz befüllt; zusätzlich stehen etwa 150 Tonnen Streusplitt zur Verfügung. Weitere 150 Tonnen Streusalz sind reserviert und können bei Bedarf kurzfristig abgerufen werden.
Aufgrund der außergewöhnlich winterlichen Witterung in der vergangenen Saison lagen Verbrauch und Kosten für Streumittel deutlich über den ursprünglich im Haushaltsjahr 2026 eingeplanten Ansätzen. Die zusätzliche Finanzierung der erforderlichen Bevorratung konnte durch Einnahmen aus dem Verkauf ausgesonderter Fahrzeuge des Fachdienstes Bauhof sichergestellt werden.
Die Rufbereitschaftspläne befinden sich in der abschließenden Bearbeitung. Für die Kernstadt sowie die Ortsteile Riestedt, Oberröblingen, Gonna, Obersdorf, Wettelrode, Morungen, Lengefeld und Großleinungen stehen insgesamt 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie drei Großfahrzeuge, zehn Geräteträger und zwei VW-Transporter zur Verfügung. Damit können 15 Einzeltouren personell und technisch abgedeckt werden. Weitere Reserven bestehen jedoch nicht.
Der Winterdienst auf dem Parkplatz Markt-Südseite wird erneut durch ein externes Unternehmen erbracht.
In Breitenbach, Horla, Rotha, Paßbruch und Wolfsberg erfolgt der Winterdienst weiterhin in Eigenleistung durch drei Mitarbeitende des Bauhofstandortes Breitenbach.
Zur langfristigen Sicherung dieser dezentralen Organisation wurde am Standort ein mobiles Salzsilo mit einer Kapazität von 30 Tonnen errichtet.
Dies verkürzt die Ausrückzeiten, reduziert Abhängigkeiten von externen Lagerungen und Transporten und verbessert die Reaktionsfähigkeit bei winterlichen Witterungsereignissen.
Für Wippra, Hayda, Popperode und Grillenberg stehen zwei Geräteträger sowie ein Kleintraktor und drei Mitarbeitende des Bauhofstandortes Wippra bereit.
Der 19 Jahre alte Kleintraktor wurde durch einen modernen Kommunaltraktor mit Räumschild ersetzt; die Mittel hierfür stammen aus dem Sondervermögen.
Zusammen mit dem neuen Salzsilo in Breitenbach wurden damit insgesamt bedeutende Investitionen in die technische Winterdienstinfrastruktur der Ortsteile getätigt.
Die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für den Winterdienst 2026/2027 sind damit geschaffen.
Die Einsatzleitung und Koordinierung erfolgt zentral über den Fachdienst Bauhof; bei außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen wird die Einsatzplanung kurzfristig angepasst, wobei die Verkehrssicherheit auf den Hauptverkehrswegen Priorität hat.
Der Sangerhäuser Weihnachtsmarkt wird auch in diesem Jahr von der Rosenstadt Sangerhausen GmbH veranstaltet und findet mit seiner Eröffnung am 4. Dezember um 16:00 Uhr bis 20. Dezember 2026 auf dem Markt statt.
Damit bleibt es beim bewährten Zeitraum vom ersten Dezemberwochenende bis zum Wochenende vor Weihnachten.
Neu sind in diesem Jahr jedoch die einheitlichen Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag ist der Weihnachtsmarkt jeweils von 15:00 Uhr bis 21:00 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr.
Der Eröffnungstag lässt auf den Weihnachtsmann hoffen, der vielleicht an der Eisbahn oder am Abend von 19:00 Uhr bis 01:00 Uhr auf der Après-Ski-Party verweilt.
Auch der „Advent in den Rosenhöfen“ am 4. Dezember soll, organisiert vom Gewerbe-Verein Sangerhausen, die Besucher locken und für besondere vorweihnachtliche Stimmung sorgen und umrahmt mit einer Sonntagsöffnung den Nikolaustag. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, wenn auch die erforderlichen Abstimmungen mit einigen Schwierigkeiten verbunden sind und der Ausschuss für Wirtschaft, Kultur & Tourismus gesondert tagen musste.
Ziel ist es, beide Veranstaltungen auch in diesem Jahr als feste Bestandteile der Sangerhäuser Vorweihnachtszeit zu ermöglichen und damit an bewährte Traditionen anzuknüpfen.
Der Internationale Tag des Ehrenamts am 5. Dezember ist ein wichtiger Anlass, um das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Sangerhausen zu würdigen und den zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürgern für ihren wertvollen Einsatz zu danken. Möglicherweise hat jemand in meinen vorigen Ausführungen den Verweis auf diese Veranstaltung vermisst. Aber die angemessene Würdigung des Engagements, hat uns veranlasst, der Dankeschön-Veranstaltung ihren eigenen Rahmen außerhalb der Weihnachtsveranstaltungen zu geben.
Daher findet diese am 10. Dezember 2026 im Glashaus des Europa-Rosariums statt.
Die Einladungen an die Vereine wurden bereits versandt. Ebenso haben die Fraktionsvorsitzenden und Ortsbürgermeister eine Einladung erhalten.
Im Rahmen der Veranstaltung werden wieder verdiente Vereinsmitglieder für ihr langjähriges und besonderes Engagement ausgezeichnet. Die Vereine sind aufgefordert, Ihre Auserkorenen zu melden. Damit möchten wir den Menschen Anerkennung entgegenbringen, die mit ihrem Einsatz das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt besonders bereichern und den Zusammenhalt stärken und Danke an diejenigen zu sagen, die sich ehrenamtlich für unsere Gemeinschaft einsetzen.
Ich möchte an dieser Stelle das in der Klausurtagung besprochene Start-Chancen-Programm für die Grundschule Südwest aufgreifen und berichten, dass das Schulentwicklungskonzept und die Zielvereinbarung inzwischen von allen Akteuren unterzeichnet und fristgerecht beim Fördermittelgeber eingereicht wurde. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um die Fördermittel aus dem Startchancenprogramm zu beantragen und die bis 2034 geplanten Investitionen entsprechend der jeweiligen Haushaltsplanung umzusetzen.
Sind diese bewilligt, kann begonnen werden eine multifunktionale Aula für den Unterricht sowie Veranstaltungen und Bewegung mit Begegnung, eine Kinderbibliothek zur Förderung der Lese- und Sprachkompetenz, Lese- und Lerninseln in Fluren und Lernräumen sowie eine Kinderküche für gesunde Ernährung und praxisorientiertes Lernen zu realisieren. Die Mittel werden im Zuge der Haushaltsplanungen, fortlaufend angepasst an den jeweiligen Umsetzungsstand der einzelnen Projektbausteine ausgewiesen. Die Umsetzung beginnt mit dem Baustein „Multifunktionale Aula“, für den bereits Planungsleistungen im Haushaltsjahr 2027 vorgesehen sind.
Damit sollen die Programmziele, unter anderem die Sicherung des Bildungserfolgs an Brennpunktschulen, der im engen Zusammenhang zur sozialen Herkunft steht, erreicht werden.
Auch beim nächsten Thema bleiben wir bei unseren Kleinsten.
Die Stadt Sangerhausen hat im Mai 2026 eine zweckgebundene Landeszuweisung in Höhe von insgesamt 94.720,00 Euro nach § 12e KiFöG LSA erhalten. Die Bildungspauschale dient der Finanzierung der Freistellung von pädagogischen Fach- und Leitungskräften für die verpflichtende, mindestens 16-stündige Qualifizierung zum fortgeschriebenen Bildungsprogramm „Bildung: elementar – Bildung von Anfang an“, das seit dem 1. August 2025 die verbindliche Grundlage für die pädagogische Arbeit in den Kindertageseinrichtungen Sachsen-Anhalts bildet.
Ziel ist es, die aktualisierten fachlichen Anforderungen landesweit in der pädagogischen Praxis umzusetzen und die Bildungsqualität nachhaltig zu stärken.
Die landesweiten Schulungen werden vom Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH (EBG) mit Sitz in Magdeburg im Auftrag des zuständigen Landesministeriums durchgeführt.
Für die 13 kommunalen Kindertageseinrichtungen der Stadt Sangerhausen wurden von Oktober bis Mitte Dezember 2026 insgesamt sechs Fortbildungstermine im Goldenen Saal geplant und organisiert. Geschulte Referentinnen und Referenten des EBG schulen die Teams von jeweils zwei bis drei Einrichtungen gemeinsam an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, jeweils Freitag und Samstag.
Damit werden bis Mitte Dezember alle rund 150 pädagogischen Fachkräfte der kommunalen Kitas die erforderliche Weiterbildung absolviert haben und die Stadt kommt damit vollumfänglich und fristgerecht den gesetzlichen Vorgaben nach.
Für die über das Sondervermögen finanzierte Maßnahme zur akustischen Sanierung der Turnhalle sowie ausgewählter Räume der Grundschule Am Rosarium habe ich bereits im letzten Bericht informiert. Die Baugenehmigung erfolgte am 12.10.2026, die Bauarbeiten haben am 19.10.2026 begonnen.
In den Herbstferien wurden bereits sechs Hortgruppenräume mit Akustik-Rasterdecken ausgestattet. Gleichzeitig wurden in allen Räumen moderne, zum Deckensystem passende LED-Rasterleuchten durch den städtischen Bauhof eingebaut.
Zudem wurden die lärm- und staubverursachenden Abrissarbeiten der Bestandshorttoilette im Erdgeschoss durchgeführt; zuvor wurden die Alt-Installationsleitungen demontiert. Momentan sollen bis zum Ende der kommenden Woche die Akustik-Rasterdecken in den Speiseräumen im Untergeschoss eingebaut sowie die dort befindlichen Rohrtrassen im Deckenbereich verkleidet werden.
Auch diese Räume erhalten moderne LED-Leuchten. Ziel ist eine deutliche Verbesserung der Raumakustik sowie eine gleichmäßigere und energieeinsparende Ausleuchtung.
Im Dezember 2026 sollen anschließend die Wandbeschichtungen in den Speiseräumen erneuert werden, sodass ab Januar 2027 die Grundschüler und Erzieher moderne Speiseräume uneingeschränkt nutzen können.
Die Sanierung der WC-Anlage für den Hortbereich soll ebenfalls bis Ende Dezember 2026 abgeschlossen sein. Ab dem neuen Jahr können die Hortkinder dort moderne Toilettenanlagen nutzen; erstmals wird der Hort auch über eine barrierefreie Toilette verfügen.
Der 2. Bauabschnitt umfasst die Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Hortbereich im Erdgeschoss durch den Einbau eines Aufzugs und soll bis Ende 2027 erfolgen.
Hierzu laufen derzeit noch technische Untersuchungen sowie Kostenvergleichsbetrachtungen. Ziel ist, den Aufzug so am Gebäude zu errichten, dass ein Großteil der Schule barrierefrei erreichbar wird.
Ein weiterer Fortschrittsbericht kann auch zur Herstellung des 2. Rettungsweges an der Turnhalle Grundschule Goethe gegeben werden, dessen Baugenehmigung am 14.09.2026 erteilt wurde.
Die Bauarbeiten beginnen am 16. November 2026. Die wesentlichen Arbeiten sollen bis Ende Dezember 2026 abgeschlossen sein; im Januar und Februar 2027 folgen noch Restarbeiten.
Nach ihrem Abschluss werden die brandschutzrechtlichen Vorgaben wieder erfüllt sein, sodass die beiden Klassenräume im Obergeschoss ab dem 2. Schulhalbjahr wieder regulär durch die Grundschule genutzt werden können.
Und auch wenn es in den Medien bereits berichtet und mit Erleichterung vollumfänglich in Nutzung ist, richte ich Ihre Aufmerksamkeit gern noch einmal der am 16. Oktober 2026 offiziell dem Verkehr wieder freigegebenen Straße der Volkssolidarität. Nach rund 14 Monaten Bauzeit fand nach dem ersten Bauabschnitt eine weitere umfangreiche Gemeinschaftsbaumaßnahme der Stadt Sangerhausen, des Wasserverbandes „Südharz“ und der Städtischen Wohnungsbau GmbH Sangerhausen ihren Abschluss.
Auf einer Länge von rund 345 Metern wurde die Straße grundhaft erneuert und der Verkehrsraum neugestaltet. Neben einer neuen Fahrbahn entstanden Geh- und Radwege sowie zwei erneuerte Bushaltestellen wieder ihren Platz.
Gleichzeitig wurden umfangreiche Arbeiten an den unterirdischen Versorgungs- und Entwässerungsanlagen durchgeführt.
Die Gesamtbaukosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 1,513 Millionen Euro. Die städtischen Straßenbauarbeiten in Höhe von 886.000 € wurden zu zwei Dritteln aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert.
Mit der Fertigstellung konnten die Verkehrssicherheit und die Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer deutlich verbessert werden.
Mein Dank gilt allen beteiligten Partnern, Unternehmen und Planungsbüros sowie insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauzeit.
Und auch zur für das Jahr 2027 geplanten Sanierungsmaßnahme Hasentorbrücke möchte ich Ihnen einen Sachstand übermitteln.
Hier befinden wir uns in intensivem Austausch mit der Deutschen Bahn, die im Zuge ihrer eigenen Schienensanierungsmaßnahmen und Streckenführungen die notwendigen Sperrzeiten im Zuge der städtischen Maßnahme für den Zugverkehr begleiten und genehmigen muss. Hier sind weitere Verhandlungen zu führen, die aufgrund des laufenden Vergabeverfahrens auch eng getaktet begleitet werden.
Über die Ergebnisse halten wir Sie entsprechend auf dem Laufenden. Das Ergebnis ist jedoch noch offen.
Zudem konnte Anfang Oktober der Bauhof beobachtet werden, wie er die Grünfläche des Kreisverkehrs an der Erfurter Straße zur Alten Promenade neugestaltet hat.
Grund hierfür war der zunehmend schlechte Zustand der bisherigen Rosenbepflanzung: Viele Pflanzen waren ausgefallen, Wildtriebe hatten sich ausgebreitet und die schwer bekämpfbare Ackerwinde hatte die Rosen zunehmend verdrängt.
Eine reine Lückenergänzung hätte einen ähnlich hohen Aufwand erfordert wie eine vollständige Erneuerung. Deshalb wurde die Fläche grundlegend neu angelegt.
Auf insgesamt 125 Quadratmetern wurde der Boden ausgetauscht, um alle Wurzeln vollständig zu entfernen. Zugleich wurde damit einer möglichen Bodenmüdigkeit vorgebeugt, die bei wiederholter Rosenpflanzung am selben Standort auftreten kann.
Es wurde bewusst eine pflegeleichte Kombination aus Stauden, Frühblühern und einer modernen Beetrose gewählt, so dass ein attraktives Blütenbild über das Jahr hinweg erreicht wird.
Für Pflanzen und Mutterboden wurden insgesamt 5.900 Euro bereitgestellt.
Und um unserem Namen Rosenstadt ausreichend Ehre zuteilwerden zu lassen, wurden zwei weitere Rosenbeete angelegt:
In der Kyselhäuser Straße ebenfalls eine Kombination aus Stauden und Rosen sowie in der Alten Promenade, neben der Zufahrt zum Parkplatz Markt Süd, ein reines Rosenbeet.
Zusätzlich wird die Aufwertung der städtischen Grünflächen durch die geplante Wildrosenpflanzung entlang der neu errichteten Fahrradstraße vorangetrieben.
Auch ist für das Jahr 2027 bereits die Neugestaltung eines weiteren Kreisverkehrs geplant.
Wie in jeder Ratssitzung möchte ich abschließend auch heute, zum vorletzten Mal in diesem Jahr, über die aktuelle Entwicklung der Liquidität der Stadt Sangerhausen berichten.
Der Monat Oktober hat mit einem positiven Saldo in Höhe von 468.716,86 Euro auf dem Konto abgeschlossen.
Geplant war eine voraussichtliche Inanspruchnahme des Liquiditätskredites in Höhe von annähernd 5,7 Mio Euro zum Monatsende. Damit liegt das Ergebnis deutlich unter dem ursprünglichen Ansatz der Liquiditätsplanung.
Schwerpunktmäßig sind hier zeitliche Verschiebungen von Einzahlungen zu nennen.
So haben uns bereits am 29.10.2026 Einzahlungen von rund 3,7 Mio Euro erreicht, welche erst zu Beginn des Monats November fällig sind.
Dies betrifft die Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer vom Land sowie die Zuweisung nach KiFöG durch den Landkreis MSH.
Durch die Fachbereiche werden erneut die Monate November und Dezember sorgfältig geplant, um ein realistisches Ergebnis der Inanspruchnahme des Liquiditätskredites zum 31.12.2026 zu ermitteln.
Über die neuesten Entwicklungen der Liquidität werde ich weiterhin, im Finanzausschuss sowie zur nächsten Sitzung des Stadtrates, informieren.
Erfreulich, finanzieller Natur, ist die Nachricht über den nicht zurückzahlbaren EU-Zuschuss im Rahmen der Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ (kurz NEB) von rund 1,566 Millionen EUR für das Vorhaben „Just Transition Röhrigschacht: Lehrbergwerk und Wissensstandort modellhafte und nachhaltig innovative Transformation“. Ein Eigenanteil ist nicht zu leisten.
Förderfähig ist die Umsetzung bis September 2028 nur in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Mansfelder Bergarbeiter Sangerhausen e.V., der als Verbundpartner ebenfalls mit 1,415 Millionen EUR Förderung profitiert.
Kooperationsvereinbarungen sind außerdem mit dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, der Fachhochschule Anhalt, dem Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt, der Martin-Luther-Universität Halle und dem Landesamt für Geologie und Bergwesen zu schließen.
Ziel ist die Entwicklung des Röhrigschachts zu einem Lehrbergwerk und Wissensstandort für Bildung, Forschung und gemeinsames Lernen.
Kern ist die Flachhalde als Ort zur Untersuchung biologischer Vielfalt und regenerativer Ressourcennutzung in der Bergbaufolgelandschaft. Geplant sind ein Seminarraumanbau an der Maschinenhalle, ein barrierefreier Tunnelzugang zur Flachhalde, die Anlage von Streuobstwiese und Arboretum sowie die Erneuerung der Ausstellung zum Kupferschieferbergbau mit Schwerpunkt regionale Montanindustriegeschichte.
Erste Gespräche mit der Thomas-Müntzer-Schule, der Heinrich-Heine-Schule und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium als künftige Nutzer haben stattgefunden.
Weitere Schulen, Kindergärten, Vereine und Bildungsträger, etwa die Ökologiestation Sangerhausen e.V., werden im Sinne des NEB einbezogen.
Soweit wie möglich verborgen bleiben sollen die Einschränkungen durch die seit gestern im Haus begonnen Umzüge aufgrund des im kommenden 1. Jahresquartal anstehenden Sanierungsbeginn des historischen Rathauses.
Mitarbeiter machen Mitarbeitern platz und organisieren sich für die kommende Zeit neu. Alle sind bestrebt, die damit unvermeidlich einhergehenden Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.
Dennoch bitte ich sowohl in der Bürgerschaft, als auch bei Ihnen um Verständnis, wenn es kurzzeitig zu verzögerten Erreichbarkeiten oder aber auch vereinzelt verlängerten Bearbeitungszeiten kommen wird. Der Umzug wird ausschließlich mit eigenem Personal des Bauhofes und die Mitarbeiter selbst umgesetzt. Für die Anstrengungen dafür schicke ich meinen Dank voraus.
Nun komme ich erwartungsgemäß kurz auf die noch anstehenden Besuche in den Ortschaften und die Bürgersprechstunden zu sprechen:
Sie finden mich
am 12.11.26 in Rotha für den Bereich Harzpforte
am 17.11.26 in Riestedt
am 19.11.26 in Morungen für den Bereich Leinetal
am 24.11.26 in Wippra und als für das Jahr abrundende Ortschaft
am 07.12.26 in Obersdorf für den Bereich Gonnatal.
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