"Weiterentwicklung und energetisch nachhaltiger Ausbau des ErlebnisZentrums Bergbau Röhrigschacht Wettelrode"


TP 1 „Verlegung des Untertagebereichs und Etablierung einer neuen Führungsstrecke“
TP 2 „Ökologisch nachhaltige Energieversorgung und energetische Sanierung“
Im Rahmen des Programms Sachsen-Anhalt Revier 2038 wird die Stadt Sangerhausen mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt das ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht (EZB) im Ortsteil Wettelrode bis zum Jahr 2029 weiterentwickeln und energetisch nachhaltig ausbauen.
Das größte Besucherbergwerk in Sachsen-Anhalt informiert über die Entwicklungsgeschichte des Kupferschieferbergbaus, der bis zur Einstellung im Jahr 1990 aktiv im Sangerhäuser Revier und in der Mansfelder Mulde betrieben worden ist. Das älteste betriebsbereite Stahlfördergerüst aus dem Jahr 1885 und die originale Seilfahrt von 1922 sowie die authentische Grubenbahn lassen das EZB deutschlandweit eine herausragende Stellung unter den Montanmuseen einnehmen. Zur langfristigen Bewahrung der Industriekultur und der Bergbautradition in der Region soll das Schaubergwerk den aktuellen Anforderungen an touristische Destinationen angepasst und für die Besucher zur Ganztagstourismus-destination aufgewertet werden. Der Untertage-Bereich einschließlich der authentischen Grubenbahn EL9 wird durch die Verlegung von der ersten Tiefbausohle in 289 m Tiefe auf die Segen-Gottes-Stollen-Sohle in 163 m Tiefe dauerhaft gesichert und attraktiviert. Die Verlegung ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern auch zukünftig die Teilnahme an spannenden, erlebnisreichen Führungen in altbergbaulichen Stollen und Strecken. Mit dem Projekt zur ökologischen, nachhaltigen Energieversorgung und energetischen Sanierung des Röhrigschachtes wird eine vollständig autarke Versorgung des EZB über regenerative Energien angestrebt. Ziel ist es außerdem, mit der dahingehenden Modernisierung der Maschinenhalle einen Veranstaltungsraum zu schaffen, der den Ansprüchen unterschiedlichster Zielgruppen genügt. Angeboten werden soll dieser für Seminare und Weiterbildungen, Teamtage und Events geschäftlicher und privater Natur. Ein herzliches Glück Auf!
„Erschließung einer ökologisch nachhaltigen Industriegroßfläche an der Schnittstelle von BAB 38 und BAB 71“
Die Stadt Sangerhausen hat das Gesamtvorhaben im Rahmen der Richtlinie Sachsen-Anhalt Revier 2038 beantragt und am 08.12.2024 zwei vorläufige Zuwendungsbescheide für die Teilprojekte „Grunderwerb und Erschließung 1. Bauabschnitt sowie Kernerschließung“ und „Erschließung des 2. und 3. Bauabschnitts“ erhalten.
Mit dem Strukturwandelprogramm soll der durch die Beendigung der Verstromung der Braunkohle bedingte Strukturwandel in den betroffenen Regionen im Mitteldeutschen Revier durch die Förderung investiver Maßnahmen unterstützt und die wirtschaftliche Infrastruktur verbessert werden. Die Erschließung der Industriegroßfläche als Vorrangstandort mit übergeordneter strategischer Bedeutung für neue Industrieansiedlungen wurde als besonders bedeutsame Investition eingestuft. Aus diesem Grund erhält die Stadt eine Projektförderung anteilig aus Mitteln des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt zur Finanzierung der förderfähigen Ausgaben des Vorhabens.
Die geplante Industriegroßfläche direkt an der BAB 38, Anschlussstelle Sangerhausen West, umfasst eine Größe von ca. 145 ha (brutto). Diese soll in drei Bauabschnitten bis zum Jahr 2030 komplett erschlossen werden.
Ziele der Erschließung der Industriegroßfläche sind u.a. die Verbesserung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Sangerhausen, die Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur und die Schaffung bzw. der Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Die geförderten Maßnahmen stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

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